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Type O Negative

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[Livedates von Type O Negative]
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Vier große, böse Männer ... viele Haare ... schwarz und giftgrün ... aber Type O Negative sehen nicht nur arschcool aus, sondern können auch ordentlich Mucke machen. Seit ihrer Bandgründung 1989 oder 1990 (die Experten beraten noch), erreichte die Band aus Brooklyn / New York so ziemlich alles, was das Musikerherz begehrt: Sex, Drugs & Rock'N'Roll, sagt der Fachmann.

Frontmann Peter Steele, 1962 geboren als Peter Ratajczyk, begann seine musikalische Laufbahn Mitte der 80er in der Heavy-Metal-Band Fallout, zu der auch der spätere Type O Keyboarder Josh Silver sowie Gitarrist Kenny Hickey gehörten. Nach dem Ende der Band trennten sich ihre Wege vorerst.

     

Silver gründete die Dauerwellen-Metal-Band Original Sin, Steele die Trash-Metal-Band Carnivore, mit der er immerhin zwei Alben veröffentlichte. Nachdem auch diese Band auf Eis gelegt wurde, entschloss sich Steele zwischenzeitlich für das New Yorker Amt für Park- und Landschaftsgestaltung zu arbeiten. Glücklicherweise überredete ihn sein langjähriger Freund und Drummer Sal Abruscato dazu, einer neue Band zu gründen. Auch Josh Silver und Kenny Hickey stiegen mit ein und nun musste noch ein guter Name gefunden werden. "Repulsion" und "Sub-Zero" waren die ersten beiden Vorschläge, jedoch fand man heraus, dass diese Bandnamen bereits vergeben waren und entschied sich kurzerhand für Type O Negative (wie die Blutgruppe Null Negativ).

Ein erstes Demo war schnell und wahrscheinlich in betrunkenem Zustand aufgenommen und wurde an verschiedene Labels geschickt. Schließlich unterschrieben Type O bei dem Label, bei dem auch Carnivore unter Vertrag waren. Peter Steele unterzeichnete mit seinem eigenen Blut.
Nun erhielt die Band einen Vorschuss, mit dem das Debüt-Album produziert werden sollte, allerdings brachten sie diesen "anderweitig" durch und veröffentlichten die Demobänder als erstes Album unter dem Titel "Slow, Deep and Hard" (1991).

Auch dem Vorschuss für den zweiten Longplayer erging es nicht besser. Anstatt das angedachte Live-Album zu produzieren, investierten Type O in billigen Wodka und nahmen einfach die Demo-Tracks in Silvers Keller erneut auf. Unterlegt wurde das ganze mit Publikumsgeräuschen - auch ein inszenierter Streit zwischen Band und Publikum wurde eingebaut. Auch für das Cover dachte man sich etwas Schönes aus. Der Anus eines Mannes (laut Mutmaßungen war es der von Peter Steele) war darauf abgebildet und so legte man das Ganze der Plattenfirma vor. Nicht wirklich begeistert wurde das Album "The Origin of the Feces", mit geändertem Cover, dennoch 1992 vom Label veröffentlicht.

Ihren wirklichen Durchbruch schafften Type O schließlich mit dem Album "Bloody Kisses" (1993), das u.a. die Hits "Christian Woman" und "Black No. 1 (Little Miss Scare-All)" enthielt und in den USA Platin-Status erreichte. Sämtliche Radiostationen, TV-Musiksender sowie Musik-Magazine stürzten sich auf die Band und eine zweijährige Welttournee folgte.
Mitten im Aufwind verließ Drummer Sal Abruscato Type O, um die Metal-Band Life of Agony zu gründen. Er wurde durch den ehemaligen Techniker Johnny Kelly ersetzt.

Der unerwartete Erfolg von "Bloody Kisses" erhöhte den Druck auf die Band enorm. Das Plattenlabel verlangte hörer- und komerziell-freundliche Songs. Type O hingegen gelang die Gratwanderung zwischen Kommerz und Kreativität. Das Resultat war das Album "October Rust" (1996), das u.a. die Lieder "My Girlfriend's Girlfriend", "Love You To Death" und ein Cover von Neil Young's "Cinnamon Girl" enthielt. Mit ihm führte die Band den Sound des Vorgängers fort und so war es nicht verwunderlich, dass das Album Gold-Status erreichte.
Zu dieser Zeit machte Peter Steele auch die berühmten Nackt- bzw. Akt-Aufnahmen für die Zeitschrift Playgirl, deren Veröffentlichung er jedoch später bereute, als er erfuhr, dass dreiviertel der Leserschaft aus homosexuellen Männern bestand. Er fühlte sich daraufhin berufen, auf einem späteren Album den Track "I Like Goils" (Ich mag Frauen) zu veröffentlichten.

Nach einer weiteren erfolgreichen Welttournee, begannen die Arbeiten am vierten Studioalbum. Steele erlitt zu dieser Zeit mehrere Schicksalsschläge durch Todesfälle in der Familie, woraufhin er begann, den Schmerz in jeder Menge Alkohol zu ertränken. Die Auswirkungen dessen sind zweifellos auf dem Album "World Coming Down" (1999) zu hören, da dessen Sound sich grundlegend von dem der zwei Vorgänger unterschied. Auch die Texte waren nicht mehr erotisch oder düster-romantisch, sondern beschäftigten sich mit den Themen Tod, Drogenabhängigkeit, Depressionen und Selbstmord. Tracks wie "Everyone I Love is Dead", "Everything Dies", "World Coming Down" und "All Hallows Eve" waren keinesfalls ironisch gemeint, sondern widerspiegelten den Seelenzustand Peter Steeles. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen stieg das Album noch höher als "October Rust" in die Billboard-Charts ein.

Es war Zeit für eine Pause und um den Fans die Wartezeit zu verkürzen, wurde die Best-Of "The Least Worst of Type O Negative" (2000) veröffentlicht.
Im Jahr 2003 erschien dann das sechste Studioalbum "Life Is Killing Me" (Originaltitel: "The Dream Is Dead"), das den epischen und an sich klassischen Type O Sound von "World Coming Down" aufgriff und bekannte Tracks wie "Todd's Ship Gods" und "I Don't Wanna Be Me" enthielt. Jedoch war auf diesem Longplayer auch wieder der altbekannte Humor der Band zu spüren, z.B. beim Lied "Angry Inch", in dem es um die Folgen einer schiefgegangenen OP zur Geschlechtsumwandlung geht.

Nach der Veröffentlichung wurde Peter Steele wegen Drogenbesitz inhaftiert und musste im Anschluss einen Drogenentzug machen. Außerdem bekam er Ärger, da Josh Silver zum Spaß auf der Website der Band ein Bild eines Grabsteins mit der Aufschrift "[P]ETER STEELE / FREE AT LAST / 1962-2005" platzierte. 2005 saß er wieder ein, da er jemandem, nach eigenen Aussagen, "50 mal aus Versehen ins Gesicht geschlagen" hatte.
Auch danach gingen die Turbulenzen weiter, da das Label ohne Wissen der Band die Compilation "The Best of Type O Negative" (2006) veröffentlichte. Der Wechsel zu einem anderen Label folgte und damit der Release des Albums "Dead Again" (2007) sowie der ausgekoppelten Single "The Profit of Doom". Textlich verwunderte das Album viele Fans, da darauf pro-christliche Einflüsse zu hören sind, die Steele mit seiner Rückkehr zum römisch-katholischen Glauben begründete. Zahlreiche Festival-Auftritte, u.a. bei Rock am Ring und auf dem
Woodstage Festival 2007, folgten.

Fazit:
Die einen vergöttern sie, die anderen nennen sie "Vollassis" - aber macht nichts, denn Type O Negative bleiben Type O Negative - mit ihrem individuellen Auftreten und Sound... oft kopiert, doch selten erreicht.

Im Frühjahr 2010 machte die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod Peter Steeles die Runde. Er verstarb am 14.04.2010 im Alter von 48 Jahren an einer Herzattacke. Ob es eine Zukunft für seine Bands Type O Negative und Carnivore gibt, steht in den Sternen...

     
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von SPV
     

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